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Was mich so beschäftigt...


7 Dinge, die für ein Wordpress sprechen

In meinem letzten Beitrag habe ich 5 Punkte aufgezählte, welche für mich gegen die Verwendung von Wordpress sprechen.

Es ist aber überhaupt nicht so, dass ich einfach grundsätzlich gegen Wordpress bin.

Je mehr Erfahrung man mit einem Werkzeug hat, desto mehr Seiten davon lernt man kennen. Diese Seiten möchte ich in diesen zwei Beiträgen beleuchten.

Hier findet ihr meinen letzten Beitrag: 5 Dinge, die gegen ein Wordpress sprechen

Hier aber geht es um die vielen Vorteile von Wordpress.

1. Weitverbreitetes System mit vielen Entwicklern

Dies habe ich auch kurz in meinem letzten Beitrag gestreift, Wordpress ist gross.

Unter diesem Link https://trends.builtwith.com/cms findet ihr genauere Zahlen.

Über 300'000 Webseiten unter den Top 1'000'000 Webseiten werden mit Wordpress betrieben. Das ist eine eindrückliche Zahl. In einer anderen Statistik https://www.whoishostingthis.com/compare/wordpress/stats/ wird die Gesamtzahl der Wordpress-Webseiten auf 75'000'000 festgelegt.

Wieviele Entwickler von und für Wordpress Entwickeln lässt sich nur schwer sagen, aber es gibt viele.

Das ist ein grosser Vorteil, wenn das Projekt an einen anderen Entwickler übergeben werden soll.

2. Schnell und einfach

Wordpress ist unglaublich einfach zu installieren und zu konfigurieren. Auf einem Standardserver läuft ein Wordpress innerhalb 5 Minuten. Dies macht es insbesondere praktisch, um schnell irgendwo eine Seite zu platzieren.

3. Regelmässige Aktualisierungen

Nebst dem eingebauten Installationsassistenten enthält Wordpress auch eine einfache Möglichkeit, neue Aktualisierungen einzuspielen. Wenn auf dem Server die entsprechenden Rechte vergeben sind, kann der Seitenadministrator per Knopfklick das System inklusive Themes und Plugins aktualisieren.

Seit einiger Zeit werden Sicherheitsaktualisierungen sogar automatisch eingespielt. Damit werden nur Sicherheitslücken gestopft und keine neuen Features hinzugefügt. Das minimiert das Risiko, dass etwas plötzlich nicht mehr läuft.

Das Kernsystem wird regelmässig aktualisiert, wobei es aktuell nicht mehr ein fixer Zeitabstand ist wie früher.

4. Riesige Auswahl an Plugins und Themes

Gemäss https://www.codeinwp.com/blog/wordpress-statistics/ befinden sich über 11'000 Themes auf ThemeForest und mehr als 50'000 Plugins im offiziellen Wordpress Plugin directory.

Viele davon sind sehr günstig oder sogar gratis zu haben und decken oftmals ziemlich genau das ab, was man wünscht.

Qualitätsmässig sind die bezahlten Varianten meist besser, mit Dokumentation und besserem Support.

Die meisten Plugins und Themes werden auch fleissig weiterentwickelt oder wenigstens angepasst, sodass sie ohne Probleme mit neuen Versionen von Wordpress laufen.

5. Für viele Anwender einfach verständliches Backend

Das Backend von Wordpress ist einfach und relativ verständlich. Eine kurze Einführung reicht meistens, dass Kunden selbständig ihren Blog befüllen verwalten können. Dies ist ein riesiger Pluspunkt wenn man Kundenorientiert denkt. Es muss in erster Linie für denjenigen stimmen, der es danach täglich nutzt, nicht für den Entwickler.

6. Open Source und gratis

Der Quellcode von Wordpress ist frei verfügbar. Das heisst, jeder kann nach Lust und Laune am Quellcode rumwerkeln. Für Projekte war das bei mir schon nötig und sehr hilfreich. Ausserdem gibt es jede Menge Dokumentation und Beispiele im Internet dazu.

Dass Wordpress gratis ist, nimmt auch eine grosse Hürde weg für viele kleinere Projekte.

7. Gute Dokumentation vorhanden

Die Dokumentation von Wordpress ist umfangreich und von guter Qualität. Eigentlich jedes Detail des Grundsystems ist dokumentiert und erklärt. Daneben finden sich tausende von Anleitungen, Beispiele und Erfahrungsberichte im Internet.

Fazit

Wordpress ist das «meistgenutzte» CMS im Internet. Mit millionen von Webseiten und tausende von Entwicklern die damit arbeiten ist es ein sehr lebendiges Ökosystem mit vielen Vorteilen gegenüber anderen Systemen. Es ist einfach und geht schnell, um aus einer Idee im Kopf einen Prototyp oder sogar ein fertiges Produkt zu erstellen.

Ich habe in den letzten 10 Jahren schon sehr viele Projekte mit Wordpress umgesetzt und habe daher sowohl seine Stärken als auch Schwächen kennengelernt. In den letzten Jahren bin ich eher dazu übergegangen, von Wordpress abzuraten, es sei denn für ganz spezifische Anwendungsfälle.

Bei folgenden Anforderungen ist Wordpress eine Option:

  • Minimale Webseite (z.b. One page Webseite)
  • Ganz genau spezifizierte und fixe Anforderungen
  • Wenig finanzielle Mittel

Treffen folgende Punkte zu, würde ich wohl ein anderes System empfehlen:

  • Weitere Ideen für zukünftige Erweiterungen
  • Sehr hohe Besuchszahlen
  • Schnittstellen an andere Systeme
  • Hohe Sicherheitsanforderungen

Das sind natürlich nur Richtlinien, welches System am besten geeignet ist, muss im Vorfeld von einem Projekt immer eingehend abgeklärt werden.

Als Webentwickler bin ich natürlich in meiner Meinung befangen, aber ich habe versucht in diesen zwei Beiträgen so neutral wie möglich über Wordpress zu sprechen.

Schreibt mir doch, was ihr davon haltet. Ich freue mich über Feedback!

Veröffentlicht am 14.11.2018